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Montag, 20. September 2021

»Wallenstein« von Friedrich Schiller

Wallenstein

Das historische Drama »Wallenstein« ist die gängige Bezeichnung für eine Dramen-Trilogie von Friedrich Schiller, die eine Episode aus dem Dreißigjährigen Krieg thematisiert.

Der Dramatiker Schiller behandelt in dem dramatischen Werk den Niedergang des berühmten Feldherrn Albrecht von Wallenstein - wobei der Dichter sich frei an den realen historischen Ereignissen orientiert.

Dreißigjähriger Krieg


»Zerfallen sehen wir in diesen Tagen
Die alte feste Form, die einst vor hundert
Und fünfzig Jahren ein willkommner Friede
Europens Reichen gab, die teure Frucht
Von dreißig jammervollen Kriegesjahren.
Noch einmal laßt des Dichters Phantasie
Die düstre Zeit an euch vorüberführen,
Und blicket froher in die Gegenwart
Und in der Zukunft hoffnungsreiche Ferne.«

Friedrich Schiller, Wallenstein, Prolog


Schillers berühmtes Historiendrama »Wallenstein« ist in den Jahren 1796/99 entstanden, der Erstdruck erschien bei dem Verleger Cotta in Tübingen 1800.

Sonntag, 25. Juli 2021

Charlotte von Kalb 260. Geburtstag

Charlotte von Kalb

Charlotte von Kalb wurde vor 260 Jahren am 25. Juli 1761 geboren. Charlotte von Kalb war eine deutsche Schriftstellerin.

Die Ehefrau eines Offiziers war mit Friedrich Schiller befreundet, als sich dieser 1784 in Mannheim aufhielt. In den Jahren 1793 bis 1795 pflegte sie eine Freundschaft mit Friedrich Hölderlin, der in dieser Zeit der Hauslehrer ihres Sohnes war.

Des Weiteren verband sie eine enge Freundschaft mit Jean Paul, der ihr in seinem Roman "Titan" in der Figur der "Linda" ein Denkmal setzte. Sie selbst schrieb Lebenserinnerungen und den Roman "Cornelia", der 1851 veröffentlicht wurde.

Hölderlins erste Stelle bei der Majorsgattin Charlotte von Kalb in Thüringen begann hoffnungsvoll und endete unglücklich. Zögling Fritz stellte sich bald als Problemfall heraus, an dem schon der Dorfpfarrer und der vorige Hauslehrer gescheitert waren. Der Knabe war 'verstockt', was auf ein 'Laster' zurückgeführt wurde, das der Hauslehrer Hölderlin durch unablässige Ablenkung, stetige Überwachung und gerechte Strenge zu verhindern suchte: Die Selbstbefriedigung. Nach dem Stande der damaligen Medizin führte dies zu Epilepsie, Stumpfsinn oder Rückenmarksschwindsucht. Hölderlin, der seine Aufgabe ernst nahm, verausgabte sich dabei körperlich und seelisch.

"Ich wagte meine Gesundheit durch fortgesetztes Nachtwachen, denn das machte sein Übel nötig, (...)und ich fing auch an, auf eine gefährliche Art an meinem Kopfe zu leiden, durch das öftere Wachen,wohl auch durch den Verdruß." (An Neuffer 19.1.1795)


Hölderlins Situation war - nach damaligen Maßstäben - pädagogisch aussichtslos und drohte ihn zugrunde zu richten. Also trennte man sich. Am Ende wußte die aufgeklärte Frau v. Kalb mit ihrem mißratenen Fritz auch nicht mehr weiter und steckte ihn ins Gymnasium nach Weimar. Er wurde schließlich preußischer Offizier.

Ihr Mann erschoss sich 1806 und die Offizierswitwe lebte verarmt in Berlin.
Charlotte von Kalb starb am 12. Mai 1843 in Berlin.

Samstag, 14. Dezember 2019

Freundschaft zwischen Goethe und Schiller

Goethe Schiller-Denkamal im Weimar

Große Geister ziehen sich an! - Goethes und Schillers Freundschaft gilt als Traumpaarung der deutschen Klassik, als Sternstunde des Geistes. Doch ganz konfliktfrei war ihr Verhältnis nicht. Obwohl sie sich gegenseitig halfen und inspirierten, beneidete Schiller den großen Goethe und fürchtete sich Goethe vor dem Aufstieg Schillers.

Die Dichter Goethe und Schiller waren unterschiedliche Naturen, die sich aufgrund iher Gegensätzlichkeit angezogen haben. Dass sie sich überhaupt zusammenfanden, ist eines der großen Rätsel, denn sie hätten nicht unterschiedlicher sein können: der ewig kränkelnde Schiller und die robuste Natur Goethe, der eine von Seelenfeuern und Tabak und vom Geruch fauler Äpfel vorwärtsgetrieben, der andere in sich ruhend, Geheimer Rat und Naturforscher und Dichter aus Neigung. Der eine kämpft, der andere wird gehätschelt.

Als Friedrich Schiller Goethe zum ersten Mal sah, kniete er vor ihm. Kein guter Auftakt für einen neidfreien Umgang in der Zukunft. Es ist war der 14. Dezember 1779, der württembergische Herzog Karl Eugen führte die Schüler der Karlsschule dem Weimarer Herzog Carl August vor, Johann Wolfgang Goethe steht an dessen Seite, würdevoll steif. Und doch war dieses erste Zusammentreffen der Auftakt zu einer lebenslangen verbindenden Freundschaft


Goethe gehörte zum Zeitpunkt seines Auftritts in der Karlsschule längst zum Establishment, die Kindereien des Sturm und Drang liegen hinter ihm, all diese Ausschweifungen in Begleitung des jungen Herzogs und im Gefolge der jungen Genies wie Lenz und Klinger, mit Gelagen, auf denen man Wein aus Graburnen becherte, rohes Pferdefleisch verspeiste, verrückt spielte, halbnackt an der herzoglichen Tafel erschien. Doch für die Nachrückenden war Goethe noch immer mit Skandal und Aufsässigkeit gegen die höfische Etikette verknüpft, ganz besonders für Schiller, der seinen eigenen Paukenschlag gegen die herrschenden Verhältnisse vorbereitete.

Schiller schickte seine wüsten »Räuber« auf die Bühne, die ihn von einem Tag auf den anderen berühmt machen, ein Ideendrama über zwei Extremisten der Freiheit, Karl und Franz Moor, zwei Outlaws, der eine ins Gute und der andere ins Böse.

Goethe widmete sich zu jener Zeit vor allem der Naturforschung - nicht der Exzess interessiert ihn, sondern das organische Wachsen.

Goethe und Schiller waren höchst unterschiedliche Naturen, doch so unterschiedlich beide Dichter-Naturen auch waren, so hatten sie doch ein gemeinsames Ziel: die ästethische Erziehung des Menschen. Beide Geistesgrößen sollten sich zusammentun, um ein gemeinsames Projekt zu realisieren.

Goethe als Genie der Intuition, Schiller als das der Reflexion, waren gemeinsam angetreten, um ein Ideal zu beschreiben, das leuchtet bis heute: die Versöhnung von Vernunft und Natur, von Pflicht und Neigung, von Stil und Persönlichkeit.

Weblinks:

Die Verschwörer von Weimar - www.spiegel.de

Johann Wolfgang Goethe



Friedrich Schiller-Biografie

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Biografien-Portal

- www.die-biografien.de